Weniger denn je könne man sich erlauben, die Hilfsoperationen zu unterbrechen, sagte "Migrants Offshore Aid Station"-Mitgründerin Regina Catrambone. Während die einen darüber diskutierten, wie man den Migrantenzustrom beenden könne, riskierten andere ihr Leben auf See.
Such- und Bergungsoperationen im Mittelmeer seien nicht die Lösung für die gegenwärtige Massenmigration, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Solange es Menschen gebe, die so verzweifelt seien, dass sie den Tod bei der Überfahrt in Kauf nähmen, werde MOAS sein Engagement fortsetzen.
Umstrittener Verhaltenskodex
Die Organisation begründete nochmals ihre Entscheidung, den unter Seenotrettern umstrittenen Verhaltenskodex der italienischen Regierung zu unterzeichnen. MOAS-Gründer Christopher Catrambone sprach von einem Zeichen der "Solidarität mit der italienischen Regierung und dem italienischen Volk". Diese seien die einzigen in Europa, die durch die Aufnahme der Geretteten den privaten Seenotrettern ihre humanitäre Mission ermöglichten.
Derzeit sind neben MOAS noch "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Mediterranee" sowie "Proactiva Open Arms" in der Flüchtlingsrettung im Einsatz. Mehrere andere Organisationen haben sich aus den Rettungsaktionen zurückgezogen.