Ditib ruft in Osterbotschaft zu Solidarität und Respekt auf

"Verantwortung für die Welt"

Zum Osterfest ruft der Islamverband Ditib zur Solidarität und zum gegenseitigen Respekt zwischen den Religionen auf. Die parallel laufenden Feierlichkeiten von Ostern und Ramadan sieht der Verband als Chance für Frieden und Harmonie.

Gläubige stehen vor der Zentralmoschee der DITIB in Köln. / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Gläubige stehen vor der Zentralmoschee der DITIB in Köln. / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

Der Islamverband Ditib hat in einer Botschaft zum christlichen Osterfest die Religionen aufgefordert, für die Würde und das Leben jedes Menschen einzustehen. "In dieser Osterzeit wollen wir uns gemeinsam daran erinnern, dass wir alle eine Verantwortung tragen für eine Welt, die von Mitgefühl, Solidarität und gegenseitigem Respekt geprägt ist", erklärte der größte Moscheeverband in Deutschland am Freitag in Köln. "Besonders in Deutschland tragen wir eine größere Verantwortung, uns gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus zu erheben."   

Diese Bedrohungen, die durch die aktuellen Krisen verstärkt würden, könnten nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden, erklärte die Türkisch-Islamische Union (Ditib), die eng mit der türkischen Religionsbehörde verbunden ist. "Als Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen sind wir dazu aufgerufen, neue Wege zu beschreiten, die die Würde und das Leben der Menschen in den Mittelpunkt stellen und politische Interessen kritisch zu hinterfragen."

Ostern in der Zeit des Ramadan

Die Glückwünsche der katholischen und der evangelischen Kirche zum islamischen Fastenmonat Ramadan seien ein bedeutendes Zeichen der Solidarität und des Respekts, die mittlerweile gute Tradition geworden seien, "wie auch unsere Einladungen zum Fastenbrechen", hieß es. In diesem Jahr fällt Ostern in die Zeit des Ramadan. 

"Möge diese Zeit, die sowohl bei Christen wie auch Muslimen für Leid, Entbehrung, aber auch Hoffnung und Gotteszuversicht steht, uns dazu ermutigen, füreinander einzustehen und uns gegenseitig zu unterstützen, damit Frieden und Harmonie in unserer Gesellschaft Einzug halten können", erklärte die Ditib.

Islamischer Fastenmonat Ramadan

Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben. Auf das Ende des Ramadan folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens, arabisch 'Id al Fitr.

Viele gläubige Muslime verzichten im Fastenmonat Ramadan für vier Wochen tagsüber auf Genussmittel, Essen und Trinken / © Drazen Zigic (shutterstock)
Viele gläubige Muslime verzichten im Fastenmonat Ramadan für vier Wochen tagsüber auf Genussmittel, Essen und Trinken / © Drazen Zigic ( shutterstock )


 

Quelle:
epd