Papst begrüßt Friedensabkommen von Armenien und Aserbaidschan

"Hoffe auf dauerhaften Frieden im südlichen Kaukasus"

Armenien und Aserbaidschan haben sich auf ein konkretes Friedensabkommen geeinigt. Am Tag der Rückkehr des Papstes aus der Klinik hat der Vatikan eine Botschaft in seinem Namen veröffentlicht, die dieses Abkommen ausdrücklich lobt.

Blick über zerstörte Dächer auf die armenische al-Tahira-Kirche in Mossul am 3. März 2021 / © Jean-Matthieu Gautier (KNA)
Blick über zerstörte Dächer auf die armenische al-Tahira-Kirche in Mossul am 3. März 2021 / © Jean-Matthieu Gautier ( (Link ist extern)KNA )

Papst Franziskus hat das jüngste Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan begrüßt. In einer schriftlichen Grußbotschaft des Papstes zum Angelusgebet, die der Vatikan am Sonntagmittag verbreitete, heißt es: "Ich freue mich, dass Armenien und Aserbaidschan sich auf einen endgültigen Text für ein Friedensabkommen geeinigt haben. Ich hoffe, dass es möglichst bald unterzeichnet werden kann und zu einem dauerhaften Frieden im südlichen Kaukasus beiträgt."

Konflikt um die Region Bergkarabach

Das mehrheitlich von Christen bewohnte Armenien und das überwiegend islamisch geprägte Aserbaidschan hatten sich in der vergangenen Woche auf ein Friedensabkommen geeinigt. Vorausgegangen waren mehrere Kriege und zuletzt die Vertreibung von rund 100.000 Armeniern aus der Region Bergkarabach in Aserbaidschan.

In seiner Botschaft ging der Papst auch auf die neuen israelischen Bombardierungen im Gaza-Streifen ein. Er forderte einen sofortigen Waffenstillstand, neue Verhandlungen und eine Freilassung aller Geiseln. Die internationale Gemeinschaft rief er zum Handeln auf, weil die humanitäre Notlage wieder extrem sei.