Friede, den Jesus schenke, folge nicht "den Strategien der Welt, die glaubt, ihn durch Gewalt, Eroberung und verschiedene Formen von Zwang erreichen zu können", sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan.
Frieden meint "Verantwortung für andere"
Frieden nach weltlichen Vorstellungen sei "in Wirklichkeit nur eine Pause zwischen den Kriegen". Gottes Friede hingehen "folgt dem Weg der Sanftmut und des Kreuzes; er ist die Übernahme von Verantwortung für andere", so der Papst. Damit hätten Menschen durchaus Schwierigkeiten. Das habe sich schon am Palmsonntag gezeigt, als Menschen Jesus zujubelten und ihn Tage später ans Kreuz schrien.
Jeder Krieg, betonte Franziskus, sei "unvereinbar mit dem Weg" Jesu. Der Friede, für den Jesus wirbt, "überwältigt andere nicht; er ist nie ein bewaffneter Friede". Die "Waffen des Evangeliums" seien Gebet, Zärtlichkeit, Vergebung und unentgeltliche Liebe "zu jedem Nächsten". Daher sei "die bewaffnete Aggression dieser Tage, wie jeder Krieg, ein Frevel an Gott". In seiner Ansprache warb der Papst um "Schritte zur Versöhnung".
Sprechchöre für den Papst
Gleichzeitig rief Franziskus dazu auf, die Kar- und Ostertage als höchste Feiertage der Christen bewusst mitzufeiern. Den Polen dankte er für die Aufnahme vieler ukrainischer Flüchtlinge, die sie in diesen Tagen bei sich aufnähmen. An der Generalaudienz in der fast komplett gefüllten vatikanischen Audienzhalle nahmen viele internationale Gruppen teil, die den Papst lautstark und auch mit Sprechchören begrüßten.