Die Flut von Bildern und Berichten über das menschliche Leid habe zu einer weltweiten Gleichgültigkeit geführt, schreibt er in seiner am Dienstag veröffentlichten Botschaft zur Fastenzeit. Diejenigen, denen es gut gehe, nähmen die Not der anderen oft nicht mehr wahr. Dagegen müsse die Kirche aufbegehren, indem sie das Wort Gottes verkünde und vorlebe.
"Die Kirche ist von ihrem Wesen her missionarisch, nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern ausgesendet zu allen Menschen", mahnt Franziskus. Er warnt vor der Flucht "in eine Liebe, die sich in der weiten Welt engagiert, aber den Lazarus vergisst, der vor der eigenen verschlossenen Tür sitzt".
Weiter wendet sich der Papst gegen eine verbreitete Haltung, der Einzelne sei ohnehin machtlos gegen das Massenelend. Zugleich müssten die Menschen aber auch der "Versuchung widerstehen, die uns glauben macht, wir könnten uns selbst und die Welt ganz alleine retten".