Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Pilger der Hoffnung

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© Rembrandt

Wir sind im Heiligen Jahr 2025 mit dem Titel: "Pilger der Hoffnung". In einer Kirche in der Nachbarschaft sind die Fastenpredigten diesem Thema gewidmet und hat mir einige interessante Erkenntnisse gebracht. Jedes Sonntagsevangelium hat tatsächlich einen Aspekt der Hoffnung in sich. An den vergangenen Sonntagen ging es um erprobte Hoffnung wegen der Erprobung Jesu durch den Teufel, danach um strahlende Hoffnung wegen der Erscheinungen auf dem Berg Tabor, dann um enttäuschte Hoffnung wegen der Erkenntnis, dass nicht nur die anderen an ihren Sünden leiden werden und am kommenden Sonntag um wiedergefundene Hoffnung. Das ist eines der prägenden Evangelien der Christenheit mit dem wundervollen Bild des Vaters, der seinen totgeglaubten Sohn zurück erhält und mit weit ausgebreiteten Armen wieder aufnimmt und den anderen Sohn zurückgewinnt, der dazu erst überzeugt werden muss.

Viele von uns kennen diese Episode als die vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater und können sich wunderbar in beide hineindenken: in den Sohn, der sich erproben und in die Welt hinausziehen möchte und das auch tut. Dann gerät er an falsche Freunde, verliert alles. Fast alles. Denn er verliert nicht die Gewissheit, dass er zu seinem Vater zurückkehren, ihm alles sagen kann und für seine Fehler Buße tun kann. Und in den Vater, der immer liebender Vater bleibt und gefühlt Tag und Nacht nach ihm Ausschau hält und sein Glück dann überschäumend feiern wird. Solange wir diese Gewissheit in uns tragen, bleibt eine wunderbare Hoffnung, vom liebenden Vater im Himmel immer wiedergefunden zu werden und in seinen Armen geborgen zu sein.

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