Royale Gäste zum Heiligen Jahr in Rom: Die Königsfiguren des deutschen Bildhauers und Theologen Ralf Knoblauch sind bis Ende April im Deutschen Pilgerzentrum zwischen Engelsbrücke und Stadtzentrum zu sehen. Bei der Ausstellung "Kunst - Hoffnung - Aufbruch" sollen die hölzernen Königinnen und Könige gemäß dem Motto des katholischen Festjahres "Pilger der Hoffnung" sein, so die Bistümer Limburg und Trier als Initiatoren des Projekts, zu dem auch ein "Impulsbuch" mit Fotos und Begleittexten erscheint.
Darüber hinaus werden einige der Königsfiguren, die für Würde und Menschlichkeit stehen, an zehn Botschafterinnen und Botschafter übergeben, die die Figuren an ihre Wirkungsstätten in Rom und Deutschland mitnehmen. In der Ewigen Stadt beteiligen sich unter anderen die deutsche Pfarrei Santa Maria dell'Anima, die Päpstliche Universität Gregoriana, die Deutsche Schule, das Museum Casa di Goethe sowie die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl, die auch Schirmherrin der Aktion ist.
Mehr als 1.000 Königsfiguren weltweit
Der katholische Diakon und Bildhauer Ralf Knoblauch (Jahrgang 1964) aus Bonn gestaltet die grob geschnitzten lächelnden Figuren seit 2002. Inzwischen waren und sind seinen Angaben zufolge weltweit mehr als 1.000 von ihnen in Krankenhäusern, Hospizen, Gefängnissen, in Kriegsgebieten und Flüchtlingslagern zu Gast. "Meine Königinnen und Könige stehen für alle Menschen - egal welcher Herkunft oder welchen sozialen Status sie haben", so der Künstler. "Zugleich mahnen sie, diesen universalen Anspruch der Unantastbarkeit der Würde nicht zu verbiegen, zu glätten oder umzudeuten. Alle haben den gleichen Anspruch auf Würde."
Zum Abschluss der Aktion werden die Könige Teil der Malteser-Romwallfahrt für Menschen mit Behinderung (28. September bis 3. Oktober 2025). Die Königsfiguren sind zwischen wenigen Zentimetern und bis zu einem halben Meter groß. Alle haben eine goldene Krone. Die Königinnen tragen ein schlichtes weißes Kleid, die Könige ein weißes Hemd zu schwarzer Hose.