Seit 25 Jahren setzt sich die vom katholischen Hilfswerk missio ins Leben gerufene Aktion Schutzengel weltweit für Menschen in Not ein. Mit zahlreichen Kampagnen und unterschiedlichen Themenschwerpunkten hat die Aktion bereits unzählige Leben verändert.
Der aktuelle Themenschwerpunkt "Eine Welt. Keine Sklaverei" beleuchtet moderne Sklaverei, ein oft unsichtbares Problem unserer Zeit. Rund 50 Millionen Menschen leben laut UN unter wirtschaftlicher Ausbeutung und Unfreiheit.
Die Aktion Schutzengel unterstützt kirchliche Partnerinnen und Partner, die Betroffene aus der Ausbeutung befreien und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Auch in Deutschland bietet missio Möglichkeiten sich gegen moderne Sklaverei einzusetzen, beispielsweise durch den missio-Truck, der vor allem in Schulen interaktiv über die verschiedenen Formen der modernen Sklaverei aufklärt und das Bewusstsein der Jugendlichen für dieses globale Problem schärft. Ein weiteres Beispiel für Engagement ist die Handysammelaktion. Alte Handys enthalten wertvolle Rohstoffe, die oft unter unfairen Bedingungen abgebaut werden. Durch Recycling können Ressourcen geschont und die Projektpartnerinnen und Partner von missio unterstützt werden.
Ein Projekt, auf das missio in der Karnevalssession aufmerksam macht, richtet sich gegen die Ausbeutung von Menschen, die in Ländern wie Madagaskar oder Indien in Mica-Minen arbeiten - darunter viele Frauen und Kinder.
Das Mineral Mica wird auch als Glimmer bezeichnet und zeichnet sich durch seine Schichtstruktur aus. Durch seine glänzende Oberfläche und der Möglichkeit es als Pulver herzustellen steckt es in vielen Alltagsgegenständen wie Schminke, Autolacken und Elektronik. Da es eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit hat, findet es große Anwendung in der Industrie. Dadurch wird es in vielen Branchen verwendet und begegnet uns jeden Tag.
Die wenigsten wissen, dass Mica in unseren Produkten steckt. Bei der Produktion von Schminke etwa wird es als Glitzer eingesetzt. Es wird häufig mit der Kennzeichnungsnummer CI 77019 aufgeführt.
Mica wird in mehr als 35 Ländern abgebaut u.a. auf Madagaskar. Hinter dem Glanz verborgen bleibt, dass Familien ausgebeutet werden. Zum Überleben reicht der Lohn nicht aus, sodass die ganze Familie einschließlich der Kinder mitarbeiten muss. Zudem treiben Armut und Trockenheit immer mehr Menschen in die gefährlichen Minen. Aus diesem Grund fordert missio die Produktion fairer Schminke - ohne Ausbeutung in den Mica-Minen. Das Hilfswerk möchte den Menschen nicht ihre Haupteinkommensmöglichkeit nehmen, sondern die Ausbeutung stoppen. (missio)