Die irakischen Kinder, für die die Nothilfe bestimmt ist, mussten mit ihren Familien aus der Region um Kirkuk und Teilen der Ninive-Ebene vor Kämpfen zwischen Soldaten der kurdischen Autonomieregierung und der irakischen Armee fliehen, wie das Kindermissionswerk am Donnerstag in Aachen mitteilte.
Rund 175.000 Menschen auf der Flucht
Das Werk zitierte UNHCR-Schätzungen, wonach rund 175.000 Menschen auf der Flucht sind, unter ihnen viele Familien. Sie hätten 2014 vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) fliehen müssen und seien nach der Befreiung ihrer Heimatorte gerade wieder zurückgekehrt. Kirchen, christliche Gemeinden und Einrichtungen hätten zahlreiche Binnenflüchtlinge in ihren Einrichtungen aufgenommen und benötigten nun dringend Unterstützung, um die Familien zu versorgen.
Von der Nothilfe werden den Angaben zufolge vor allem Decken, Windeln, Trockenmilch und Hygiene-Artikel besorgt. Die Hilfsmaßnahmen würden vom Christian Aid Program (CAPNI) koordiniert und mit anderen nationalen und internationalen Organisationen abgestimmt.
Geförderte Projekte im Jahr 2016
Im Jahr 2016 seien mit den Erlösen aus der Aktion Dreikönigssingen 1.639 Projekte in 107 Ländern unterstützt worden. Erneut hatte den Angaben zufolge die Förderung von Bildung mit 746 Projekten den größten Anteil. Darüber hinaus wurden 169 Gesundheitsprojekte, 88 Maßnahmen zur Ernährungssicherung und 17 Nothilfeprojekte gefördert.
In den Ländern Afrikas wurden 523 Projekte unterstützt, in Lateinamerika 487 und in Asien 420. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).