Das erklärte die Generalsekretärin des katholischen Hilfswerke-Dachverbands, Maria Nyman, am Dienstag in Brüssel.
Die Caritas äußerte sich zum Afghanistan-Sondertreffen der EU-Innenminister. Nach einem Entwurf der Schlusserklärung, aus der verschiedene Medien vorab zitierten, wollen die EU-Staaten "unkontrollierte, umfangreiche und illegale Migrationsbewegungen" unterbinden. Einreisende aus Afghanistan sollen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen werden.
Solidarität darf nicht an EU-Grenzen enden
Nyman erklärte, globale Solidarität dürfe nicht an den EU-Grenzen enden. Die Mitgliedstaaten müssten "aufhören, Menschen als Sicherheitsbedrohung zu behandeln und auf gewaltsame Vertreibung mit Mauern und Zurückweisung zu antworten". An die EU-Regierungen appellierte sie, neben Ansiedlungsmöglichkeiten für mehr sichere Wege nach Europa zu sorgen.
Dazu zählten humanitäre Korridore und Stipendien für Flüchtlinge. Auch die Familienzusammenführung müsse erleichtert werden, so die Generalsekretärin von Caritas Europa.