Die Zahl der Verbeamtungen sei bereits seit dem vergangenen Schuljahr reduziert worden, sagte der Vorstand der Schulstiftung im Bistum, Thomas Weßler, am Donnerstag. Grund sei die "strukturelle Unterfinanzierung" der freien Schulen durch die Länder Niedersachsen und Bremen, so Weßler. Unter anderem die hohen Pensionsrückstellungen für die verbeamteten Lehrkräfte seien daher für die Stiftung nicht mehr zu tragen. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) über das Thema berichtet.
Betroffen sind laut Weßler 15 der insgesamt 21 Schulen der Stiftung in Niedersachsen und Bremen. Die sechs übrigen Schulen liefen als sogenannte Konkordatsschulen mit einer Übernahme der Pensionskosten durch das Land Niedersachsen nach einem anderen Abrechnungssystem. Die Stiftung arbeite derzeit daran, ein neues Modell zwischen Angestellten- und Beamtenverhältnis zu finden, so der Vorstand. So sollten die angestellten Lehrkräfte dem verbeamteten Personal "annähernd gleichgestellt" werden.
Keine Schulschließungen
Befürchtungen, dass im Zuge der Sparmaßnahmen einzelne Schulen geschlossen werden könnten, wies Weßler zurück. "Schulschließungen stehen nicht zur Debatte. Dazu gibt es innerhalb der Schulstiftung weder Überlegungen noch Planungen."
Das Bistum Osnabrück mit seinen rund 540.000 Katholikinnen und Katholiken befindet sich derzeit generell auf Sparkurs. Bischof Franz-Josef Bode hatte Anfang des Jahres ein Sparziel von insgesamt 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 für die verschiedenen Bereiche der Diözese angekündigt.