Bei so vielen Kriegen, Spaltungen und so viel Einsamkeit nach der Pandemie könne Sport sehr helfen, so der Sekretär in der vatikanischen Familienbehörde, Alexandre Awi Mello, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Vatikan. Sie beteiligt sich an der Organisation des Treffens, ebenso wie die Vatikanbehörde für Kultur und Sport und die Stiftung Johannes Paul II. für Sport in Italien.
Gesellschaftliche Teilhabe durch Sport
Die Zeit nach der Pandemie sei eine gute Gelegenheit, um Sport zu einem Werkzeug von Begegnung, Bildung und auch Mission und Heiligung zu machen, so Awi Mello weiter. Bei dem Treffen gehe es thematisch vor allem um die gesellschaftliche Teilhabe durch Sport, etwa von Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, Migranten oder Frauen. Darüber hinaus gehe es darum, den Abstand zwischen Amateur- und Profisport zu verringern.
Zum Abschluss der Konferenz soll im Beisein von Papst Franziskus eine Erklärung unterzeichnet werden. Diese solle als Aufruf zum Handeln verstanden werden, gerichtet an die Welt des Sports und die internationale, regionale und lokale Politik, erklärte Melchor Sanchez de Toca von der vatikanischen Kulturbehörde. Das Treffen werde ein Erfolg sein, wenn diese Erklärung in konkrete Maßnahmen umgesetzt werde. "Echte Integration findet auf der Straße statt, mit konkreten Taten und nicht mit Worten", so Sanchez de Toca.
Sportseelsorgerin Keilmann nahm an Konferenz teil
Die Organisatoren erwarten gut 250 Teilnehmer aus aller Welt. Auch die deutsche Sport- und Olympiaseelsorgerin Elisabeth Keilmann sowie die Präsidentin des katholischen DJK-Sportverbandes Elsbeth Beha nahmen an der Konferenz teil. Redebeiträge werden unter anderem erwartet von UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi, vom Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, sowie vom Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons.