Kloster Mariawald

Blick auf das ehemalige Trappistenkloster Mariawald am Rande des Nationalparks Eifel / © Oliver Berg (dpa)
Blick auf das ehemalige Trappistenkloster Mariawald am Rande des Nationalparks Eifel / © Oliver Berg ( (Link ist extern)dpa )

Die Abtei Mariawald in der Eifel ist ein Kloster des Ordens der Zisterzienser der Strengeren Observanz (Trappisten) bei Heimbach in der Eifel. Es hat seinen Ursprung Ende des 15. Jahrhunderts in einer lokalen Marienwallfahrt. 1486 bezogen Zisterzienser das neu errichtete Kloster. Im Zuge der Französischen Revolution aufgehoben, wurde das Klosterleben erst 1864 wieder aufgenommen. Bis Jahresende wird die Abtei nun wegen Nachwuchsmangels geschlossen.

In den turbulenten Jahren des Nationalsozialismus litt das Kloster durch Einquartierungen, Requirierungen und einer zwischenzeitlichen Auflösung wegen "staatsfeindlicher Aktivitäten". Im Zuge der Ardennen-Offensive wurde das Kloster großenteils zerstört. Die Beseitigung der Kriegsschäden dauerte bis 1959.

Auf Wunsch des Abtes erlaubte Papst Benedikt XVI. (2005-2013) Mariawald 2008 als erster deutschsprachiger Abtei, zur alten, vorkonziliaren lateinischen Liturgie und Observanz des Ordens zurückzukehren. 

Am 15. September 2018 wurde Mariawald aufgelöst. Bereits seit 2014 war die Abtei in der Obhut der vatikanischen Ordenskongregation. Das Kloster wurde nach Bistumsangaben wegen des fehlenden Mitgliedernachwuchses und in Fürsorge für die sehr alten Mönche dort geschlossen, deren Versorgung vor Ort nicht mehr zu gewährleisten gewesen sei.

Träger des Klosters ist aktuell die Kloster Mariawald GmbH. Mit dem Verein war bei der Übernahme im Januar 2021 vereinbart worden, dass wieder ein Orden oder eine geistliche Gemeinschaft in Mariawald beheimatet werden solle. Aktuell würden die gepachteten Gebäude saniert, so Bistum. Künftig sollen sie für Beherbergungen und Begegnungen genutzt werden. (KNA, 13.05.2022)

Abtei Mariawald 1
52396 Heimbachv
Deutschland