Jens Windel

Gründer der Betroffeneninitiative Hildesheim
Missbrauchsbetroffener Jens Windel steht vor dem Hildesheimer Dom auf dem Domplatz. Jahrzehntelang hatte Jens Windel verdrängt, was ihm ein katholischer Pfarrer der niedersächsischen Gemeinde Sorsum in den 1980er Jahren angetan hat.  / © Michael Matthey/dpa (dpa)
Missbrauchsbetroffener Jens Windel steht vor dem Hildesheimer Dom auf dem Domplatz. Jahrzehntelang hatte Jens Windel verdrängt, was ihm ein katholischer Pfarrer der niedersächsischen Gemeinde Sorsum in den 1980er Jahren angetan hat. / © Michael Matthey/dpa (Deutsche Presse Agentur dpa)

Jens Windel, Jahrgang 1974, ist in der Gemeinde Sorsum in Hildesheim aufgewachsen. Er lebt heute in Algermissen im Landkreis Hildesheim. Bevor er zum Land Niedersachsen als Verwaltungswirt wechselte, har er als gelernter Kranken/Altenpfleger und bis 2013 als Pflegedienstleiter gearbeitet.

Als Selbstbetroffener und Gründer der (Link ist extern)Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim setzt sich Jens Windel für die Rechte von Betroffenen sexuellen Missbrauchs und für eine gelingende Aufarbeitung ein. Er unterstützt Betroffene bei ihren Anträgen und Anfragen sowie mit der Vernetzung zu regionalen und überregionalen Betroffenen-Stammtischen. Derzeit ist er in verschiedenen Arbeitsgruppen auf Bistums- und Bundesebene unterwegs: Er ist Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz, Mitglied im Betroffenenrat Nord (Hildesheim/Hamburg/Osnabrück), Mitglied des Aktionsbündnisses sowie des Auswahlgremiums "Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs" (UBSKM) 2025-2030. 

Die wenige Freizeit, die bei all dem Engagement noch bleibt, verbringt Jens Windel gerne draußen in der Natur oder im Garten. Er versucht sich immer wieder mal am Säen nicht heimischer Pflanzen und freut sich, etwas ernten zu dürfen. "Als Jugendlicher hatte ich das Fach Hauswirtschaft und lernte Kochen. Das bereitet mir Freude und lenkt mich ab", verrät er. Er ist gerne am Meer und wenn es geht fliegt er in den Süden, "um auch andere Kulturen und Gebräuche kennenzulernen". Treuer Begleiter dabei ist sein Hund namens "Kuddel", ein mittelgroßer Mischling, den er aus einem rumänischen Tötungslager gerettet hat. 

Ansonsten lebt er nach dem Motto: "Wenn jeder den Knigge lesen und beherzigen würde, wäre die Welt vielleicht etwas rücksichtsvoller im gegenseitigen Miteinander". (Quelle: privat)

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