Auto rast in Kapelle von Fatima

Fahrer und Marienstatue unversehrt

Die Erscheinungskapelle im portugiesischen Marienort Fatima ist Ziel eines Vandalismus-Anschlags geworden. Ein Auto raste kurz nach Ende eines Gebetes mit hoher Geschwindigkeit in das Gebäude, die berühmte Marienstatue von Fatima blieb unversehrt.

Die Madonna von Fátima (dpa)
Die Madonna von Fátima / ( dpa )

Bei dem Aufprall seien die Zugangstüren und Teile der Wände beschädigt worden, teilte das Rektorat des Wallfahrtsheiligtums auf der Website "www.fatima.pt" mit. Nach Angaben des Heiligtums von Fatima stieg der Fahrer aus dem Wagen "und versuchte mit Hilfe eines harten Gegenstands, den Glasschutz um die Statue zu zerschlagen - zum Glück ohne Erfolg". Die Polizei sei bald am Ort gewesen, um den Täter festzunehmen und zu verhören.

Fatima eine der grüßten Wallfahrtsstätten der Welt

In Fatima 130 Kilometer nördlich von Lissabon erschien 1917 drei jungen Hirten laut deren Bericht insgesamt sechs Mal die Muttergottes. Jährlich pilgern mehrere Millionen Menschen nach Fatima; damit ist der Ort eine der größten Wallfahrtsstätten der Welt. 1920 schuf der Bildhauer Jose Ferreira Thedim die Fatima-Originalstatue nach Anweisungen der Seherin Lucia dos Santos (1907-2005).

Kurz nach seiner Wahl im März 2013 hatte auch Papst Franziskus sein Pontifikat unter den Schutz der Muttergottes von Fatima gestellt. Vor kurzem kündigte er an, im Mai 2017 - zum 100-Jahr-Jubiläum der Erscheinungen - in das Marienheiligtum pilgern zu wollen.


Quelle:
KNA