Der Fuldaer Bischof Michael Gerber hat zum fünften Jahrestag der ausländerfeindlichen Anschläge in Hanau seine Solidarität mit den Familien und Freunden der Opfer bekundet. Das Gedenken sei kurz vor den Bundestagswahlen eine Mahnung zum Zusammenhalt der Gesellschaft, betonte er am Dienstag in Fulda.
Im Februar 2020 erschoss der 43-jährige Tobias R. binnen weniger Minuten neun Menschen aus rassistischen Motiven. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Unter dem Motto "Gemeinsam gedenken für Zusammenhalt und Zukunft" wird am Mittwoch der Opfer der Tat gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will die zentrale Rede halten. Der Bischof von Fulda wird ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.

Gerber, der auch stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, mahnte zum Zusammenhalt der Gesellschaft und verwies auf das Grundgesetz: "Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar." Es gelte, dass "demokratisch gesinnte Menschen - ob mit oder ohne Migrationshintergrund - zusammenstehen und durch ihre Stimme und ihr konkretes Tun die Werte verteidigen, welche die Grundlage unserer Zivilisation bilden."