Das Bistum Augsburg plant für 2025 und 2026 mit einem ausgeglichenen Haushalt. Die Diözese hat einen Doppelhaushalt verabschiedet, der ein Volumen von 455,2 beziehungsweise 450,5 Millionen Euro vorsieht. Das teilte das Bistum am Montag mit. Das Betriebsergebnis wird demnach mit rund -4,1 beziehungsweise -9,1 Millionen Euro veranschlagt, das Finanzergebnis mit rund 4,2 beziehungsweise 9,2 Millionen Euro und das Jahresergebnis mit jeweils 0 Euro.
Kirchensteuer niedriger angesetzt
Wesentliche Einnahmequelle des Bistums ist die Kirchensteuer, die aber nun niedriger angesetzt wird. Waren im Doppelhaushalt 2023/24 noch rund 390 Millionen Euro pro Haushaltsjahr veranschlagt worden, sind es nun 384,9 Millionen Euro für 2025 und 381,9 Millionen Euro für 2026. Sämtliche Aufwendungen der Diözese würden zu ungefähr 85 Prozent aus den Kirchensteuereinnahmen finanziert, hieß es. Die Hälfte davon wiederum fließe direkt in die Seelsorge.
Zu seinen weiteren Ausgaben erklärte das Bistum, für die etwa 50.000 Kinder und Jugendlichen in katholisch getragenen Einrichtungen investiere man zweistellige Millionenbeträge: So bekomme allein das Schulwerk der Diözese 2025 und 2026 jeweils Zuschüsse in Höhe von gut 16 Millionen Euro.
Mehrere Neubaumaßnahmen
Der Diözesancaritasverband erhält laut Mitteilung Personal- und Sachaufwandszuschüsse von jährlich 10 Millionen Euro. Mit einem Bauetat für die Kirchenstiftungen in Höhe von 36,2 beziehungsweise 34,3 Millionen Euro sei die Diözese ein wichtiger Auftraggeber für die heimische Wirtschaft. In den kommenden beiden Jahren sollen zwei Studierendenwohnheime in Augsburg, drei Wohnhäuser für Studierende in Benediktbeuern und ein Familienzentrum in Neuburg errichtet werden. Der Neubau-Etat belaufe sich auf 17,6 beziehungsweise 15,5 Millionen Euro.
Die Diözese Augsburg ist mit 13.665 Quadratkilometern Fläche und etwa 1,1 Millionen Katholiken bei circa 2,5 Millionen Einwohnern das zweitgrößte der sieben katholischen Bistümer in Bayern.