Caritas fordert mehr Prävention nach Bränden in Chile

Rund 40.000 Obdachlose

Caritas international hat mehr Investitionen in Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände gefordert. Katastrophen wie die Feuer in Chile zeigten, dass mit der Erderwärmung gezielte Vorbereitungen zur Katastrophenvorsorge drängender würden.

Chile, San Salvador: Angehörige der chilenischen Marine säubern verbrannte Flächen im Viertel Villa Independencia / © Esteban Felix (dpa)
Chile, San Salvador: Angehörige der chilenischen Marine säubern verbrannte Flächen im Viertel Villa Independencia / © Esteban Felix ( dpa )

Das erklärte die Hilfsorganisation am Freitag in Freiburg. Bei der Feuerkatastrophe in der chilenischen Region Valparaiso westlich der Hauptstadt Santiago seien mindestens 130 Menschen gestorben und 40.000 obdachlos geworden.

Präventionsmaßnahmen gegen Feuer organisiert

Caritas international stellte für die Betroffenen 50.000 Euro bereit. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Caritas würden seit Jahren Präventionsmaßnahmen gegen Feuer organisiert. So seien Brandschneisen im Wald angelegt und lokale, funkbasiertes Frühwarnsysteme aufgebaut worden. Dadurch habe die Siedlung Villa Botania am Rande der Großstadt Vina del Mar vor den Flammen gerettet werden können.

Caritas internationalis

Caritas Internationalis ist der weltweite Dachverband von Caritas-Hilfsorganisationen der katholischen Kirche. 1951 als Zusammenschluss von 13 Mitgliedern gegründet, gehören ihm inzwischen mehr als 160 nationale Organisationen an, darunter auch die namensähnliche, aber organisatorisch getrennte deutsche Caritas international. Sitz des Verbands ist die Vatikanstadt. Den Kontakt zu den Vereinten Nationen besorgen Vertreter in New York, Genf, Rom und Paris. Eine Aufgabe von Caritas Internationalis ist die Koordination humanitärer Arbeit.

Flagge von Caritas Internationalis auf dem Petersplatz / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Flagge von Caritas Internationalis auf dem Petersplatz / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA