Flüchtlinge feiern Gottesdienst auf Rettungsschiff

Ein Gebet auf dem Meer

Mitten auf dem Mittelmeer haben Flüchtlinge spontan miteinander einen Gottesdienst gefeiert. An Bord des Rettungsschiffes begannen sie zu singen, klatschen und zu beten. Noch immer ist die Überfahrt höchst gefährlich.

Gerettet aus dem Mittelmeer / © Cesare Abbate (dpa)

Flüchtlinge und Migranten haben am Sonntag an Bord eines Rettungsschiffes der Organisation Sea-Watch spontan einen Gottesdienst gefeiert. "Heute erlebten wir etwas Besonderes. Ein Teil unserer Gäste hielt heute einen Gottesdienst ab und verwandelte unser Afterdeck in eine Kirche", teilte die Hilfsorganisation am Sonntag per Twitter mit. Sie zeigt dazu einen kurzen Videoausschnitt. Darauf sind Menschen zu sehen, die auf dem Deck des Schiffes sitzen oder knien, singen und klatschen. Einige erheben die Hände zum Gebet und bekreuzigen sich. An welchem Ort das Schiff lag, teilte Sea-Watch nicht mit.

Noch immer versuchen viele Menschen über das Mittelmeer Richtung Europa zu kommen. Erst am Sonntag hatte die italienische Küstenwache etwa 800 Migranten geborgen, die von Libyen nach Italien übersetzen wollten. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr auf der gefährliche Route bereits etwa 200 Menschen gestorben. Im vergangenen Jahr waren über 5.300 Menschen ums Leben gekommen.

 


Die Initiative Sea Watch rettet Leben im Mittelmeer / © Axel Heimken (dpa)

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