Kardinal Woelki erinnert an die Opfer des Germanwings-Absturzes

In Gedanken und Gebet verbunden

Wie kann man Hinterbliebenen zumindest etwas beistehen? Vor zehn Jahren starben 150 Menschen beim Absturz eines Germanwings-Fluges. Kölns Erzbischof Woelki erinnert sich an den Trauergottesdienst einige Wochen später im Kölner Dom.

Haltern am See: Kerzen mit den Namen der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen brennen an der Gedenkstelle vor einer Gedenkfeier auf dem Schulhof des Joseph-König-Gymnasiums. Bei der Flugkatastrophe des Germanwings-Flug 9525 (4U9525) am 24. März 2015 starben alle 150 Insassen, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums, die auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien waren.  / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Haltern am See: Kerzen mit den Namen der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen brennen an der Gedenkstelle vor einer Gedenkfeier auf dem Schulhof des Joseph-König-Gymnasiums. Bei der Flugkatastrophe des Germanwings-Flug 9525 (4U9525) am 24. März 2015 starben alle 150 Insassen, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums, die auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien waren. / © Rolf Vennenbernd ( (Link ist extern)dpa )

An diesem Montag trauern Angehörige und Freunde um die Opfer des Germanwings-Absturzes vor genau zehn Jahren - vor allem in der besonders betroffenen Stadt Haltern am See.

150 Menschen starben am 24. März 2015 bei dem Absturz in den französischen Alpen. Nach Überzeugung der Ermittler führte der psychisch kranke Copilot den Absturz absichtlich herbei, um sich das Leben zu nehmen.

Gedenken am Jahrestag

Viele Angehörige der Opfer sind zum Jahrestag an die Absturzstelle in der Nähe von Le Vernet im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence gereist. Dort gibt es eine Gedenkfeier nur für die engsten Hinterbliebenen. Die Germanwings-Konzernmutter Lufthansa lädt die Angehörigen jedes Jahr dorthin ein. 

Haltern am See gedenkt der Opfer des Germanwings-Absturzes: Kerzen mit den Namen der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und ein Kranz stehen auf dem Schulhof des Joseph-König-Gymnasiums.  / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Haltern am See gedenkt der Opfer des Germanwings-Absturzes: Kerzen mit den Namen der Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und ein Kranz stehen auf dem Schulhof des Joseph-König-Gymnasiums. / © Rolf Vennenbernd ( (Link ist extern)dpa )

In Deutschland finden die größten Gedenkveranstaltungen in Haltern am See am Nordrand des Ruhrgebiets statt. Eine ganze Schulgruppe aus der Kleinstadt saß in dem Airbus, der am 24. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einem Bergmassiv zerschellte.

Rainer Maria Kardinal Woelki / © Rolf Vennenbernd (dpa)

24 Tage nach dem Flugzeugabsturz gedachten im Kölner Dom vor zehn Jahren 500 Angehörige, die damalige deutsche Staatsspitze sowie Vertreter anderer Länder in einem ökumenischen Trauergottesdienst und einem Staatsakt den Opfern. Bis heute denkt Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki regelmäßig an die Hinterbliebenen und betet für die Opfer und alle, die von dem Unglück betroffen sind. "Bloße Worte sind zu schwach, Sie zu trösten", sagte Woelki damals vor den Angehörigen. Ihnen solle Trost sein, dass "Sie jetzt nicht allein sind in diesen Stunden der Einsamkeit".

Trauergottesdienst und Staatsakt

Die Not und Trauer der Angehörigen damals hätten sich ihm eingeprägt und er könne das bis heute nicht vergessen, sagt Kardinal Woelki zehn Jahre später gegenüber DOMRADIO.DE: "Ich frage mich bis heute, wie die Angehörigen mit dem furchtbaren Ereignis weiterleben können, wie das gelingen kann und woher sie die Kraft dafür nehmen." 

Trauerfeier im Kölner Dom (dpa)

Für die Opfer wurden am 17. April 2015 im Dom 150 Kerzen entzündet, darunter eine für den Copiloten. Insgesamt nahmen rund 1400 Menschen im Kölner Dom am Gedenken teil.

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