Katholischer Frauenverband verliert Viertel der Mitglieder

Großer Aderlass

Nicht nur die katholische Kirche verliert Massen an Mitgliedern. Auch der größte katholische Frauenverband in Deutschland schrumpft. Und das sogar noch deutlicher, wie aktuelle Zahlen zeigen. Die Gründe dafür sind vielseitig.

Protestierende der kfd mit einem Plakat / © Julia Steinbrecht (KNA)
Protestierende der kfd mit einem Plakat / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren rund 94.500 Mitglieder verloren.

Symbolbild Sitzkissen der kfd / © Julia Steinbrecht (KNA)
Symbolbild Sitzkissen der kfd / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Der Vertrauensverlust in die Kirche sei groß, begründete die kfd die Austritte am Montag in Düsseldorf. Der größte katholische Frauenverband Deutschlands verlor demnach rund ein Viertel seiner Mitglieder und schrumpfte auf 265.000 Personen.

Aber nicht nur der Vertrauensverlust in die katholische Kirche, sondern auch die erste Beitragserhöhung des Bundesverbands nach 14 Jahren sei ein Grund für die Austritte, hieß es. Hinzu kämen viele verstorbene Mitglieder. 

Mitgliedsbeitrag erhöht

Bereits 2019 hatte die kfd angekündigt, den Mitgliedsbeitrag für den Bundesverband von 10 auf 22 Euro zu erhöhen. Aufgrund der Corona-Pandemie trat die Erhöhung aber erst dieses Jahr in Kraft.

Bereits im Vorfeld hatten daher Mitglieder und Ortsgruppen erklärt, die kfd verlassen zu wollen. Nach Berichten der Wochenzeitung "Neues Ruhrwort" und des Münsteraner Internetportals "Kirche-und-Leben.de" verließen allein im vergangenen Jahr rund 45.000 Frauen die kfd.

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 265.000 Mitgliedern der größte katholische Frauenverband und einer der größten Frauenverbände Deutschlands. Wir machen uns stark für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft und setzen uns für ihre Rechte ein.

Die kfd ist eine Gemeinschaft, die trägt und in der sich Frauen in vielfältigen Lebenssituationen gegenseitig unterstützen. Sie ist der Frauenort in der Kirche, offen für Suchende und Fragende.  

Ein Plakat der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) / © Julia Steinbrecht (KNA)
Ein Plakat der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) / © Julia Steinbrecht ( KNA )

 

Quelle:
KNA