Ein katholischer Priester ist wegen Veruntreuung von 122.000 Euro zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Karlsruhe sah es als erwiesen an, dass der heute 44-Jährige zwischen 2018 und 2021 in 49 Fällen kirchliche Mittel und Spendengelder veruntreut und auf sein eigenes Konto überwiesen hat.
Stand auch einem katholischen Bildungswerk vor
Das Schöffengericht verurteilte den Mann am Montag zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Zudem ist er verpflichtet, 86.000 Euro aus eigenem Einkommen zurückzuzahlen. Der Priester ist Ausländer und war Leiter der katholischen Gemeinden seines Heimatlandes in Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden und Pforzheim. Er stand auch einem katholischen Bildungswerk vor.
Laut Gericht hatte er Vollmacht über die Konten eines Missionsvereins und des Bildungswerks. Von diesen Konten sowie aus Spendensammlungen habe er Gelder abgezweigt. Nachdem die Veruntreuungen bekannt wurden, ging er in seine Heimat zurück, wo er bis heute lebt.