Das Kirchliche Filmfestival Recklinghausen hat eine positive Bilanz des am Sonntag zu Ende gegangenen Festivals gezogen. Mehrere Preisverleihungen, zwölf Spiel- und Dokumentarfilme sowie elf Kurzfilme und zahlreiche Premieren hätten in den fünf Tagen das Publikum begeistert, erklärten die Veranstalter am Sonntag. Das Spektrum habe von Tod und Sterben über Menschenrechte bis zum Einsatz für eine bessere Welt gereicht.
Am Samstagabend wurde das Drama "Sieben Tage" von Regisseur Ali Samadi Ahadi mit dem Ökumenische Filmpreis ausgezeichnet. Der Film erzählt den Angaben zufolge vom Einsatz einer iranischen Frauenrechtskämpferin für Gerechtigkeit und ihrer Hoffnung auf eine bessere Welt.
Der Film öffne die Tür in die Welt im Iran und in die der Frauenbewegung, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der westfälischen Kirche, Nicole Richter, in ihrer Laudatio. Der Regisseur, der seit fast 40 Jahren in Deutschland lebe, stehe für die Freiheit von Frauen in seinem Heimatland Iran ein.
"Kirche und Kino"
Zuvor hatte die Kinderjury ihren Preis "Der grüne Zweig" an die Komödie "Der Prank - April, April!" vergeben. In dem Film münde ein harmloser Aprilscherz in einem grandiosen Chaos. Die Jugendjury zeichnete die Tragikomödie "Mels Block" aus. Der Film erzählt die Geschichte der 34-jährigen Mel, die in einem Rostocker Wohnblock aufgewachsen ist und zu einer der jüngsten Selfmade-Millionärinnen des Landes wurde.
Veranstalter des ökumenischen Festivals ist der Arbeitskreis "Kirche und Kino" des evangelischen Kirchenkreises und des katholischen Kreisdekanats Recklinghausen. Partner sind die Stadt Recklinghausen, das Cineworld Recklinghausen und das Institut für Kino und Filmkultur. Schirmherren sind der theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Ulf Schlüter, der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann und der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche (CDU).