Papst plädiert für Kriegsende im Jemen

"Niemanden im Namen Gottes töten"

Papst Franziskus hat an gewaltsame Angriffe auf Christen und Angehörige weiterer Glaubensgemeinschaften im Jemen erinnert. In dem arabischen Land herrsche ein schrecklicher, vergessener Krieg, so Franziskus bei der Generalaudienz.

Vertriebene Kinder im Jemen / © Hani Al-Ansi (dpa)
Vertriebene Kinder im Jemen / © Hani Al-Ansi ( dpa )

Dennoch setzten sich vor Ort die Missionarinnen der Nächstenliebe für Ältere und Menschen mit Behinderung ein. Das katholische Kirchenoberhaupt nannte bei seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz die Namen von sieben Ordensfrauen, die 1998 und 2016 im Jemen getötet wurden.

Zusammen mit ihnen seien auch Muslime gestorben, die die Schwestern bei ihrer Arbeit unterstützten.

"Wir sind bewegt zu sehen, wie das Zeugnis des Blutes Menschen verschiedener Religionen vereinen kann", sagte Franziskus. "Man darf niemanden im Namen Gottes töten, denn für ihn sind wir alle Brüder und Schwestern."

Generalaudienz des Papstes

Jeden Mittwoch findet – zumeist vormittags um 10:30 Uhr – eine sogenannte Generalaudienz (Mittwochaudienz) des Papstes auf dem Petersplatz vor dem Petersdom statt. In den Wintermonaten und bei schlechtem Wetter findet sie in der Vatikanischen Audienzhalle statt. Während der Corona-Pandemie wurde sie aus der Bibliothek gestreamt.

Generalaudienz in Rom / © Alfred Diebold
Generalaudienz in Rom / © Alfred Diebold
Quelle:
KNA