Schreckmoment ereignet sich in Heidelberger Synagoge

Falscher Alarm

Ein brennendes Stofftuch in der Heidelberger Synagoge hat am späten Freitagabend die Polizei auf den Plan gerufen. Der Brand war versehentlich mit einer Kerze verursacht worden. Anzeichen für eine Straftat liegen keine vor.

Symbolbild Polizeiautos / © FooTToo (shutterstock)

Gegen 23.50 Uhr hätten Polizeibeamte auf Streife ein "flackerndes Licht" in der Synagoge festgestellt, teilte das Polizeipräsidium Mannheim am Samstag mit. Ein brennendes Stofftuch in der Heidelberger Synagoge hat am späten Freitagabend die Polizei auf den Plan gerufen. 

Gegen 23.50 Uhr hätten Polizeibeamte auf Streife ein "flackerndes Licht" in der Synagoge festgestellt, teilte das Polizeipräsidium Mannheim am Samstag mit. Wegen der bis dato unklaren Lage seien "starke Polizeikräfte" hinzugezogen worden. 

Brand durch Feuerwehr gelöscht

Nach kurzer Zeit habe jedoch ein Mann, der sich berechtigt in der Synagoge aufhielt, auf sich aufmerksam gemacht. Er hatte versehentlich mit einer brennenden Kerze ein Stofftuch im Foyer der Synagoge entzündet. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Ein Sachschaden entstand laut Polizeiangaben nicht, verletzt wurde ebenfalls niemand. 

Auch Hinweise auf eine Straftat hätten sich nicht ergeben, teilte die Polizei weiter mit. Synagogen und jüdische Einrichtungen werden wegen der Gefahr von Anschlägen besonders geschützt. Die Zahl der antisemitischen Vorfälle nach dem Angriff der palästinensischen Terrorgruppe Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 ist auch in Baden-Württemberg gestiegen.

Starke Zunahme von Antisemitismus an Schulen

Der Terror der Hamas in Israel heizt offenbar auch Konflikte auf deutschen Schulhöfen an. Seit dem Terrorkrieg der Hamassei an Schulen eine starke Zunahme von antisemitischen, israelfeindlichen und islamistischen Parolen zu beobachten, sagte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, der Zeitung "Tagesspiegel". "Antisemitische Einstellungen und Verschwörungsmythen sind leider auch in muslimischen Communities weit verbreitet", so Ataman.

Die Publizistin Ferda Ataman nach ihrer Wahl zur Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung im Deutschen Bundestag. Ataman will Sonderregelungen für kirchliche Arbeitgeber einschränken. / © Bernd von Jutrczenka (dpa)
Die Publizistin Ferda Ataman nach ihrer Wahl zur Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung im Deutschen Bundestag. Ataman will Sonderregelungen für kirchliche Arbeitgeber einschränken. / © Bernd von Jutrczenka ( (Link ist extern)dpa )