Dazu gehöre nicht nur, dass die Kirche einladend wirke, sondern auch, dass sich die Menschen vorher und nachher träfen, sagte Oster der "Tagespost" am Mittwoch am Rande der Bischofsvollversammlung in Ingolstadt. Es sei dringend erforderlich, dass der Gottesdienst nicht nur eine punktuelle Veranstaltung sei, sondern eine Erfahrung, die die Gemeinschaft stärke.
Ohne Familien geht's nicht
Zugleich hob der Passauer Bischof die Bedeutung des familiären Umfeldes für die Entscheidung zum Ministrantendienst hervor. Auch mit Blick auf die Neuevangelisierung sei die Bedeutung der Messdienerarbeit "sehr hoch". Gerade bei kirchlich nicht sozialisierten Familien "merken wir, dass wir bei den Kindern ansetzen müssen".
Wenn Neunjährige auf die Erstkommunion vorbereitet und später Ministranten würden, sei es sehr wichtig, dass die Familie mitmache. "Ohne geht's kaum", sagte Oster und bewertete es als problematisch, wenn Eltern ihre Kinder nicht in die Kirche begleiten, obwohl diese trotz fehlender religiöser Erziehung in der Familie Zugang zum Glauben gefunden hätten.
Auf Dauer für ein Kind schwer auszuhalten
Er erlebe es immer wieder, dass Eltern "ihr Kind sonntags zum Gottesdienst bringen, in der Zeit etwas anderes unternehmen und es anschließend wieder abholen. Das ist auf Dauer für ein Kind schwer auszuhalten".