"Daniel Anrig geht es den Umständen entsprechend gut", so Max Imfeld-Frischknecht. "Seine Auszeit ist rein persönlicher Natur und niemand muss sich Sorgen machen."
Aus Respekt vor Anrigs Privatsphäre dürfe er nicht mehr sagen. "Mit seiner Tätigkeit in oder für Zermatt hat dies nichts zu tun." Die Gemeindepräsidentin sei vor über einer Woche über seine Absenz informiert worden, so der Anwalt. "Ihn via Polizei suchen zu lassen, erfolgte wider besseres Wissen." Die Walliser Kantonspolizei hatte ihn in seiner Wohnung vergebens gesucht, E-Mails und Telefon blieben unbeantwortet, berichtete kath.ch am Freitag.
Anrig (50) war von 2008 bis 2014 Kommandant der Schweizergarde im Vatikan. Seinen Vertrag in Zermatt hatte er demnach zum Jahresende aufgelöst, hätte aber noch bis Ende Dezember im Dienst erscheinen müssen.
Daniel Anrig wurde 2008 von Papst Benedikt XVI. als Kommandant der päpstlichen Schweizergarde ernannt. 2014 wurde er von Papst Franziskus entlassen; angeblich soll ihm Anrigs Lebens- und Führungsstil nicht gefallen haben. In einem Interview mit einer argentinischen Zeitung nahm Franziskus den Schweizer allerdings in Schutz. Anlass der Entlassung war demnach nicht seine "überzogene Strenge", sondern ein "normaler Wechsel".