Auch im Krankenhaus hält Papst telefonisch Kontakt nach Gaza

Gemeinde leidet unter den Kriegsfolgen

Papst Franziskus spricht seit Monaten täglich mit den Christen in Gaza-Stadt. Der katholische Pfarrer Gabriel Romanelli bestätigte, dass der Papst trotz eines Internetausfalls am Freitag und Samstag per Videotelefonat Kontakt hatte.

Symbolbild Zerstörung im Gazastreifen / © Anas-Mohammed (shutterstock)

Am Sonntag erhielt demnach der katholische Pfarrer von Gaza-Stadt, der argentinische Pater Gabriel Romanelli, eine Textnachricht des Papstes, in der er sich für das Gebet und die Nähe bedankte und die Gemeinde segnete. Den Menschen in der Gemeinde geht es nach den Worten ihres Pfarrers den Umständen entsprechend gut. Es herrsche jedoch wie in der gesamten Bevölkerung des Gazastreifens große Sorge, dass der Krieg weitergehe. "Das Wichtigste für die Menschen wäre die Gewissheit, dass der Krieg vorbei ist und sie in ihrem Land bleiben können", so Romanelli.

Die Lebensmittelversorgung im Kriegsgebiet hat sich laut dem Argentinier seit dem Waffenstillstand verbessert. Es fehle jedoch weiterhin an Hygieneartikeln, Wasser, Strom und Treibstoff. Angesichts der großen Zerstörungen brauche es zudem schweres Gerät wie Bulldozer, um den Wiederaufbau vorzubereiten.

Christen und Muslime vereint

Die Gemeinde setze ihren Einsatz für Gemeindemitglieder und Flüchtlinge fort, darunter die Unterstützung von Familien und Kindern "in spiritueller, psychologischer und materieller Form, um Hoffnung zu geben", so Romanelli. Auf dem Gelände der Pfarrei haben weiterhin Hunderte Menschen Zuflucht gefunden, darunter auch muslimische Nachbarn. Die Gesamtzahl der Christen im Gazastreifen ist laut dem Pfarrer von 1.017 Personen auf unter 700 gesunken.

Am Freitag war Franziskus mit einer lang andauernden Bronchitis in das römische Gemelli-Krankenhaus eingewiesen worden. Die Ärzte haben ihm absolute Ruhe verordnet, um seine Genesung nicht zu gefährden.

Weißes Haus relativiert Trumps Gaza-Pläne

Einen Tag nach den international auf Entsetzen gestoßenen Aussagen von US-Präsident Donald Trump über die Zukunft des Gazastreifens äußert sich das Weiße Haus zurückhaltender. Auf die Frage einer Journalistin, ob die US-Regierung bereit sei, die Menschen mit Zwang aus ihrer Heimat zu vertreiben, reagierte Sprecherin Karoline Leavitt ausweichend. 

US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu / © Alex Brandon (dpa)
US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu / © Alex Brandon ( (Link ist extern)dpa )