Das Erzbistum hatte das ehemalige Franziskanerkloster nach dem Weggang der Franziskaner im vergangenen Jahr erworben. Der Umbau zum Pilgerzentrum soll Ende 2021 abgeschlossen sein. Aktuell seien die im September 2019 begonnen Arbeiten bis April unterbrochen.
Zwei Priester für Betrieb zuständig
Ziel sei es, die traditionsreiche Marienwallfahrt für die Zukunft zu sichern und zu fördern, hieß es. Zudem sollen in dem ehemaligen Kloster kirchliche Einrichtungen angesiedelt werden.
Dort sollen auch die Ursulinenschwestern untergebracht werden, da sie ihr eigenes Kloster im gleichen Ort verlassen würden. Für den Betrieb werden zwei Priester zuständig sein.
Bedeutender Marienwallfahrtsort
Werl zählt nach Angaben des Erzbistums zu den bedeutenden Marienwallfahrtsorten in Deutschland. Mehr als 100.000 Menschenpilgern jährlich in der Wallfahrtszeit zu der Mariendarstellung "Trösterin der Betrübten".
Die erste Gründung einer franziskanischen Niederlassung in Werl erfolgte 1645 durch die Kapuziner. Die preußische Regierung löste dieses Kloster 1834 auf. 1849 gründeten die Franziskaner dort ein neues Kloster, das sie im Kulturkampf zwischenzeitlich - von 1875 bis 1887 - verlassen mussten.
Missions- und Völkerkundemuseum
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde neben der alten Wallfahrtskirche, die vom Stil des Spätbarocks geprägt ist, ein neuromanisches Gotteshaus mit signifikanten Zwillingstürmen errichtet. 1962 bauten die Franziskaner am Kloster das Missions- und Völkerkundemuseum "Forum der Völker" auf.
Mit seinen heute rund 15.000 Exponaten ist es das größte Haus dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Unternehmen aus der Region wollen das Museum über eine Stiftung weiter betreiben und erweitern.