Erzbistum Bamberg reduziert Zuschüsse für kirchliche Gebäude

Sakralräume, Pfarrhäuser und Versammlungsflächen

Im Erzbistum Bamberg werden kirchliche Gebäude der Seelsorgebereiche fortan in Kategorien eingeteilt. Nach diesen Kategorien werden etwa Baumaßnahmen unterschiedlich bezuschusst. Für den Bamberger Generalvikar ist das alternativlos.

Blick auf die Bamberger Altstadt / © saiko3p (shutterstock)

Das Erzbistum Bamberg kann Baumaßnahmen an kirchlichen Gebäuden der Seelsorgebereiche in Zukunft nicht mehr wie bisher bezuschussen. Wie das Erzbistum am Dienstag mitteilte, sollen Sakralräume, Pfarrhäuser und Versammlungsflächen daher nach einheitlichen Kriterien in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden, an der sich die Förderung fortan orientieren soll. Dies geschehe im Zuge der Haushaltssicherung mit einem geplanten ausgeglichenen Etat bis zum Jahr 2035.

"Aus diesem Grunde wird eine diözesane Gebäudestrategie entwickelt, damit auch künftig Räume für die pastorale Arbeit mit ihren Ausprägungen Liturgie, Verkündigung, Diakonie und Gemeinschaftsleben vorhanden sind", sagte Bambergs Generalvikar Georg Kestel, Stellvertreter des Erzbischofs. Der vorhandene Gebäudebestand sei auf Dauer nicht zu sichern und müsse reduziert werden: "Die Unterhalts- und Investitionskosten für alle bestehenden Gebäude übersteigen die Leistungsfähigkeit sowohl der Erzdiözese als auch der meisten Kirchenstiftungen."

Die konkrete Kategorisierung werde in den kommenden Monaten mit den Haupt- und Ehrenamtlichen in den Seelsorgebereichen vorgenommen, heißt es. Dabei solle die Kategorie "Ü" für Glaubensorte von überregionaler Bedeutung gelten, etwa für den Dom und Wallfahrtskirchen. Kirchen am Verwaltungssitz sollten der Kategorie "A" angehören, Pfarr- und Ortskirchen würden in "B" eingeteilt. In die Kategorie "C" fielen Kirchen in kleinen Gemeinden mit weniger als 200 Katholiken, in die Kategorie "D" Zweitkirchen.

Kirchenfinanzierung in Europa

Die Finanzierung der Kirchen ist in vielen Ländern Europas in der Diskussion und steht unter wachsendem Legitimationsdruck der Öffentlichkeit. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind sehr groß durch unterschiedliche Entwicklungen.

Finanzen im Vatikan / © Roberto Binetti (shutterstock)