Kirche will zum Wahljahr Räume für Demokratie anbieten

Ausstausch der Meinungen

Der Berliner Erzbischof und Verbände ermutigen Pfarreien, sich am Prozess der Willensbildung für die bevorstehenden Kommunal-, Europa-, und Landtagswahlen in Brandenburg zu beteiligen. Das geht etwa durch Gespräche oder Diskussionen.

Symbolbild Vortrag und Diskussionsrunde / © Matej Kastelic (shutterstock)
Symbolbild Vortrag und Diskussionsrunde / © Matej Kastelic ( shutterstock )

Anlässlich der bevorstehenden Kommunal-, Europa-, und Landtagswahlen in Brandenburg will die katholische Kirche "einen Raum des Glaubens, der Aussprache und der Demokratie" anbieten. Der Berliner Erzbischof Heiner Koch, die Caritas, der Diözesanrat und das Katholische Büro Brandenburg ermutigten die Pfarreien am Freitag in einem Schreiben zu entsprechenden Initiativen.

Darin heißt es unter anderem: "Organisieren Sie Podiumsdiskussionen, Diskussions-Cafes oder Town-Hall-Meetings mit den lokalen Kandidatinnen und Kandidaten, beteiligen Sie sich an Bürgerfesten anlässlich der Wahlen."

Verbündete suchen

Pfarreien und Verbände werden angeregt, den Menschen in ihrer Region die Möglichkeit anzubieten, miteinander und mit den Repräsentanten der demokratischen Parteien ins Gespräch zu kommen.

"Suchen Sie sich Verbündete in Verbänden und Vereinen oder auch bei den evangelischen Nachbarn", heißt es in dem Aufruf. Die kirchlichen Institutionen bieten Hilfe bei der Organisation, Kontaktvermittlung und Umsetzung an.

Gemeinsames Wort der katholischen Ost-Bischöfe

2024 ist ein Jahr der Wahlen. Die Wahlen zum Europäischen Parlament, zu den Landtagen von Brandenburg, Sachsen und Thüringen sowie auf kommunaler Ebene fordern unsere Verantwortung. Wir stehen als Gesellschaft national wie auch auf europäischer Ebene vor großen und komplexen Herausforderungen. Deren Folgen spüren wir schon jetzt. Ihre Bewältigung verlangt uns viel ab.

Ein Delegierter der AfD wartet auf den Beginn der Europawahlversammlung. / © Klaus-Dietmar Gabbert (dpa)
Ein Delegierter der AfD wartet auf den Beginn der Europawahlversammlung. / © Klaus-Dietmar Gabbert ( dpa )
Quelle:
KNA