Mit einer Kulturprogramm ist am Samstag in Rom ein dreitägiger internationaler Theologenkongress über das Glaubensbekenntnis von Nizäa zu Ende gegangen. Das bis heute gültige Credo der Christen war im Jahr 325 nach zum Teil heftigem Streit in der Stadt Nizäa formuliert worden. Der Ort liegt heute in der Türkei.
Das Konzil von Nizäa sollte klären, was es bedeutet, dass Jesus Christus zugleich als Mensch und als Gott zu verstehen ist. Ferner legte es einen verbindlichen Ostertermin fest. Aus Anlass des Jubiläums ist für Ende Mai ein feierliches Treffen mehrerer Kirchenoberhäupter in der Türkei geplant, an dem auch der Papst teilnehmen soll.
Teil zwei in Münster geplant
In den Vorträgen und Debatten in Rom ging es zunächst um die historischen und theologischen Voraussetzungen des von Kaiser Konstantin vor 1.700 Jahren einberufenen Konzils. Ferner wurden die inhaltliche Bedeutung und die Wirkung der dort gefundenen Glaubensformel für die Entwicklung von Kirche und Theologie beleuchtet.
Ein für Samstag vorgesehenes Treffen der Teilnehmer mit Papst Franziskus musste wegen der Erkrankung des Kirchenoberhaupts abgesagt werden.
Veranstalter der Konferenz waren die Theologieprofessoren Philipp G. Renczes (für die Päpstliche Gregoriana Universität) und Michael Seewald (für die Universität Münster). Der zweite Teil der Veranstaltung ist vom 15. bis 17. Oktober in Münster geplant.