Kubanischer Erzbischof wird 80 und ist nach wie vor im Amt

Für Franziskus offenbar unverzichtbar

Der Erzbischof von Santiago ist eine zentrale Figur der katholischen Kirche auf Kuba. Papst Franziskus ließ Dionisio Guillermo Garcia Ibanez auch nach Erreichen der Altersgrenze für Bischöfe von 75 Jahren weiter im Amt.

Straßenszene in Havanna, Kuba / © Daniel Avram (shutterstock)

Dionisio Guillermo Garcia Ibanez, seit 2007 Erzbischof von Santiago de Cuba, wird am Freitag (31. Januar) 80 Jahre alt. Er ist eine Schlüsselfigur in der katholischen Kirche auf Kuba und für Papst Franziskus offenbar unersetzlich. Das liegt auch an der komplexen Menschenrechtslage in dem Karibikstaat.

Die kommunistische Regierung auf Kuba ließ zuletzt immer wieder politische Gefangene frei, auch auf Vermittlung der Kirche. Dabei spielte Garcia als langjähriger Bischofskonferenz-Vorsitzender (2009-2024) eine wichtige Rolle. Der Vatikan wirkte zudem im Hintergrund bei der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und Kuba (2014). Gleichzeitig halten Repressionsmaßnahmen gegen Oppositionelle an.

Katholische Kirche auf Kuba

Auf der Karibikinsel Kuba ist die katholische Kirche weniger stark verankert als in anderen lateinamerikanischen Ländern. Rund 60 Prozent der rund 11,3 Millionen Kubaner sind katholisch getauft. Diese vergleichsweise geringe Präsenz ist nicht allein Ergebnis der seit rund 60 Jahren andauernden kommunistischen Herrschaft, sondern reicht bis in die spanische Kolonialzeit zurück. Die langjährige gesellschaftliche Ausgrenzung der Kirche auf Kuba spiegelt sich insbesondere auch im Bildungs- und Gesundheitswesen wider.

Straßenbild aus Havanna, Kuba / © Mike Laptev (shutterstock)