Liminski sieht in Kirchen unverzichtbare Partner des Staates

"Gemeinsam Zukunft gestalten"

Trotz schwindender Ressourcen sind die Kirchen für die NRW-Landesregierung ein wichtiger Partner. Dieser Ansicht ist jedenfalls der nordrhein-westfälische Europaminister und Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski.

Nathanael Liminski / © Marius Becker (dpa)
Nathanael Liminski / © Marius Becker ( dpa )

"Die sozialen Angebote der Diakonie und auch der Caritas für die Schwächeren sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar", sagte der CDU-Politiker am Sonntag vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld. Als Beispiele nannte er die Kinder- und Jugendhilfe, die Altenpflege und die Betreuung von Erwerbslosen.

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe betreibe zahlreiche Krankenhäuser, Kitas, Pflegeeinrichtungen, Berufskollegs und Förderschulen, sagte der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten.

Auch im Bildungs- und Kulturbereich, in der Integrationsarbeit und in der Entwicklungszusammenarbeit profitiere der Staat von der Arbeit der Kirchen. Die Landesregierung wolle die Zusammenarbeit mit den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden und die Partnerschaft mit den Kirchen fortsetzen "und gemeinsam mit ihnen die Zukunft unseres Landes gestalten".

"Sozialort und Sinnstifter"

Den Tagungsort der Landessynode, die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld, bezeichnete Liminski als ein eindrückliches Beispiel für die wichtige Rolle, die kirchliche Einrichtungen in unserem Gemeinwesen spielen. Aber nicht nur die soziale Arbeit, sondern auch die Seelsorge sei ein wichtiger Dienst an der Gesellschaft, betonte der CDU-Politiker in seinem Grußwort vor dem Kirchenparlament: "Kirchen sind Sozialort und Sinnstifter, sie geben einen Rahmen für Wahrheitssuche und Wertevermittlung." Das schaffe Zuversicht und Zusammenhalt.

Liminski forderte die Kirchen auf, sich in der demokratischen Gesellschaft "vernehmbar und erkennbar, laut und deutlich" zu äußern. Ihre Stellungnahmen zu grundlegenden Fragen müssten "durch eine bestimmte Qualität der Sprache und durch Intensität" gekennzeichnet sein.

Synode der westfälischen Landeskirche

Die Landessynode tagt bis Mittwoch in Bielefeld. Sie ist das oberste Beratungs- und Entscheidungsorgan der westfälischen Landeskirche, die rund zwei Millionen Mitglieder hat. Leitende Theologin ist Präses Annette Kurschus, die auch Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist die Gemeinschaft der 20 evangelischen Landeskirchen in der Bundesrepublik. Wichtigste Leitungsgremien sind die EKD-Synode mit ihren Mitgliedern, die Kirchenkonferenz mit Vertretern der Landeskirchen sowie der aus ehrenamtlichen Mitgliedern bestehende Rat. Ratsvorsitzende ist Annette Kurschus. Sitz des EKD-Kirchenamtes ist Hannover.

Synode der EKD / © Norbert Neetz (epd)
Synode der EKD / © Norbert Neetz ( epd )

Quelle:
epd