Die Gemeinschaft wurde 1586 in Rom von Camillo de Lellis (1550-1614) gegründet. Das Anliegen ihres Gründers sei es gewesen, "nach dem Vorbild des Mitgefühls und der Zärtlichkeit Jesu gegenüber Leidenden an Leib und Seele" das Gebot der Liebe zu verwirklichen, so Franziskus. Dieses Engagement sei umso notwendiger in der heutigen Kultur, die vielfach von "Individualismus, Gleichgültigkeit und Einsamkeit" geprägt sei.
Schwachen und Alten dienen wollen
Die Mission der Gemeinschaft, Kranken, Schwachen und Alten dienen zu wollen, vereint nach Aussage des Papstes zwei wesentliche Dimensionen des christlichen Lebens: Den "Wunsch nach einem aufgeschlossenen und konkreten Zeugnis für die anderen" sowie das Bedürfnis, sich selbst im Sinne des Evangeliums als klein zu verstehen.
In diesem Sinne böten die Kamillianer ein gutes Beispiel der "Kirche als Feldlazarett", die sich um die Verletzten und Schwachen kümmert, sagte Franziskus.
Der Orden unterhält Krankenhäuser, Gesundheitsstationen sowie Lepra- und Aids-Zentren; er betreibt aber auch Ausbildungsinstitute und Hochschulen für Ärzte und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. In denen arbeiten auch rund 2.000 Ordensfrauen mehrerer kamillianischer Frauengemeinschaften mit.