Behandlung von Franziskus wird fortgesetzt

Papst atmet selbstständig

Papst Franziskus' Körper kämpft derzeit mit verschiedenen Infekten. Die letzte Nacht soll ruhig verlaufen sein. Vatikan-Quellen geben nun weitere Informationen zum aktuellen Zustand des 88-Jährigen.

Rom: Kerzen mit dem Bild von Papst Franziskus werden unter der Statue des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. vor der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom niedergelegt, wo der Papst seit Freitag, 14. Februar 2025, behandelt wird. / © Gregorio Borgia/AP (dpa)
Rom: Kerzen mit dem Bild von Papst Franziskus werden unter der Statue des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. vor der Poliklinik Agostino Gemelli in Rom niedergelegt, wo der Papst seit Freitag, 14. Februar 2025, behandelt wird. / © Gregorio Borgia/AP ( (Link ist extern)dpa )

Papst Franziskus atmet selbstständig und kann offenbar aufstehen. Quellen aus dem Vatikan bestätigten am Mittwoch, dass der unter anderem an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankte Papst nicht künstlich beatmet werde. Eine mögliche Unterstützung etwa durch eine Nasenmaske könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Zudem soll sich Franziskus aus dem Krankenbett in einen Sessel bewegt haben. Die Untersuchungen seines Herzens hätten keine Auffälligkeiten gezeigt.

Seit Freitag wird Papst Franziskus in der römischen Gemelli-Klinik behandelt. Sowohl ein Ärzte-Team des Krankenhauses als auch medizinisches Personal aus dem Vatikan betreut den 88-Jährigen, der zunächst mit einer Bronchitis eingeliefert wurde. Aufgrund der Vielzahl der Infektionen sei die Behandlung komplex, verschiedene medikamentöse Therapien erschwerten sie. 

Tests am Montag zeigten eine polymikrobielle, also durch verschiedene Mikroben verursachten Atemwegsinfektion. Am Dienstagabend gab der Vatikan bekannt, dass Franziskus zudem an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankt ist. 

Seitdem verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aber nicht weiter. Er habe eine ruhige Nacht verbracht und gefrühstückt, teilte der Vatikan am Mittwochmorgen mit.

Teil der Lunge vorgeschädigt

Bereits vor Jahrzehnten wurde Jorge Mario Bergoglio, wie der aus Argentinien stammende Papst mit bürgerlichem Namen heißt, nach einer schweren Grippe ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt. Seine wöchentliche Generalaudienz, die jeden Mittwoch in der vatikanischen Audienzhalle oder auf dem Petersplatz stattfindet, musste das seit knapp zwölf Jahren amtierende Kirchenoberhaupt absagen. 

Ebenso wurden alle Termine des Papstes bis Sonntag gecancelt, darunter mehrere Veranstaltungen im Rahmen des katholischen Pilgerevents Heiliges Jahr, zu dem bis 6. Januar 2026 rund 30 Millionen Besucher in Rom erwartet werden.