Bischof Neymeyr sieht Parallelen zwischen Fußball und Kirche

"Wir haben auch in der Kirche Fangesänge"

Zwischen Fußball und Kirche sieht der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr einige Parallelen. "Erstes fällt mir ein, dass gemeinsam gesungen wird. Wenn man so will, haben wir ja auch in der Kirche Fangesänge. Fahnen haben wir auch".

Neymeyr (DR)
Neymeyr / ( DR )

" Und es werden Menschen zusammengeführt aus ganz unterschiedlichen Gruppen, die sonst vielleicht nichts miteinander zu tun haben", sagte er der "Thüringer Allgemeinen" (Freitag). Außerdem seien sowohl die Kirche als auch Fußballmannschaften international aufgestellt.

Symbolbild Fußballplatz / © symbiot (shutterstock)

Herausragende Spieler als "Fußballgott" zu bezeichnen, ist für Neymeyr okay: "Ich glaube nicht, dass so etwas gotteslästerlich ist. Man freut sich einfach."

Für den Sieg beten?

Für den Sieg zu beten ist dem Bischof zufolge nachvollziehbar: "Auch ein Fußballer kann das tun, damit es gut gelingt, wie im Leben überhaupt. Es wird für den lieben Gott aber schwierig, wenn Spieler aus beiden Mannschaften beten. Da wird er ihnen sicher sagen: Dann entscheidet ihr das."

Neymeyr besucht am kommenden Sonntag in Erfurt das Thüringen-Regionalliga-Derby zwischen Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena. Der Bischof ist Ehrenmitglied des Erfurter Clubs. 

Bistum Erfurt

Das katholische Bistum Erfurt erstreckt sich über den größten Teil Thüringens. Ihm gehören rund 130.000 Katholiken in 33 Pfarreien an, das sind gut sechs Prozent der Bevölkerung. Stark katholisch geprägt ist nur das Eichsfeld im Nordwesten des Freistaats.

Ein erstes Bistum Erfurt gründete der Heilige Bonifatius im Jahre 742. Es bestand nur wenige Jahre, danach kam das Gebiet für rund 1.000 Jahre zum Erzbistum Mainz. 

Der Erfurter Domplatz am Mariendom und der Severikirche / © Martin Schutt (dpa)
Der Erfurter Domplatz am Mariendom und der Severikirche / © Martin Schutt ( (Link ist extern)dpa )