Freundeskreis Yad Vashem bekommt neuen Geschäftsführer

"Die Wahrheit über den Holocaust bewahren"

Der Freundeskreis Yad Yashem setzt sich von Deutschland aus für die Internationale Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem ein. Der künftige neue Geschäftsführer des Vereins, Wenzel Michalski, kommt aus der Zivilgesellschaft.

Museum zur Geschichte des Holocaust in Yad Vashem / © Sonja Geus (DR)
Museum zur Geschichte des Holocaust in Yad Vashem / © Sonja Geus ( DR )

Der Freundeskreis Yad Vashem bekommt mit Wenzel Michalski zum 1. Mai einen neuen Geschäftsführer. Er war zuvor 14 Jahre lang Direktor der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in Deutschland. Ziel des in Berlin ansässigen Freundeskreises ist es, die Sammlungen und die Expertise der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Bis Ende November 2024 war Ruth Ur Geschäftsführerin des Vereins.

"In Zeiten des wachsenden Antisemitismus sind Verzerrung, Verharmlosung und Relativierung der Schoah brandgefährlich", sagte Michalski. Er wolle helfen, die Wahrheit über den Holocaust zu bewahren und den Blick für die heutigen Auswüchse des Judenhasses zu schärfen, der sich ständig neuen Trends und Formen anpasse.

Michalski ist Sohn des Holocaustüberlebenden Franz Michalski, der bis zu seinem Tod Ende 2023 in Deutschland als Zeitzeuge aktiv war. Vor seiner Zeit bei Human Rights Watch war Wenzel Michalski zwei Jahrzehnte als Journalist in leitenden Funktionen beim NDR, bei Sat.1 und N24 tätig.

Holocaustgedenkstätte Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem (hebr. für "Denkmal und Name") erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Sie wurde nach einem Beschluss des israelischen Parlaments von 1953 eingerichtet. Juden und Nichtjuden gedenken in der am Westrand Jerusalems gelegenen Anlage der rund sechs Millionen Toten der Schoah. Jährlich kommen in normalen Jahren rund eine Million Besucher.

Yad Vashem (epd)