Zahl der Pfarreien im Ruhrbistum soll wohl deutlich sinken

Noch kein Zeitplan

Einem Zeitungsbericht zufolge soll die Zahl der Pfarreien im Bistum Essen deutlich reduziert werden. Mittelfristig könnten die rund 40 Gemeinden auf zehn verringert werden. Hintergrund ist die weiter schrumpfende Zahl an Gläubigen.

Essener Dom (KNA)
Essener Dom / ( KNA )

Das berichtet die in Essen erscheinende "Neue Ruhr/Neue Rheinzeitung" (NRZ, Donnerstag) und beruft sich auf eine interne Mail an Pastoren des Bistums.

Weitere Hintergründe sind immer weniger Priesteramtsanwärter sowie sinkende Kirchensteuereinnahmen, hieß es.

Noch kein Zeitplan

Noch gebe es für das Projekt keinen Zeitplan, sagte Bistumssprecher Ulrich Lota der Zeitung. "Es gibt dazu keine Geheimpläne in der Schublade." Aber es gehe nun darum, die Diskussion zu eröffnen.

Bischof Franz-Josef Overbeck / © Lars Berg (KNA)
Bischof Franz-Josef Overbeck / © Lars Berg ( KNA )

Angedacht sei, dass in jeder Stadt und in den zwei Landkreisen des Bistums nur je eine Kirchengemeinde übrig bleibt.

Im Bistum Essen leben nach eigenen Angaben rund 703.000 Katholiken. Ruhrbischof ist seit 2009 Franz-Josef Overbeck.

Bereits in den zurückliegenden Jahren hatte das Ruhrbistum einschneidende Veränderungen in der Gemeindestruktur erlebt. Ab 2005 waren die ursprünglich 259 Gemeinden zu 42 Großpfarreien zusammengelegt worden.

Bistum Essen

Das Bistum Essen ist eines der jüngsten und kleinsten unter den 27 römisch-katholischen Bistümern in Deutschland. Auch in Nordrhein-Westfalen ist es mit 1.877 Quadratkilometern und knapp 680.000 Mitgliedern das kleinste Bistum.

Es wurde am 1. Januar 1958 aus Teilen der (Erz-)Bistümer Köln, Münster und Paderborn errichtet; damals zählte die Diözese noch rund 1,5 Millionen Mitglieder.

Blick auf den Essener Dom / © frantic00 (shutterstock)
Quelle:
epd