Papst Franziskus könnte sich bald mit seinen Kardinälen besprechen. Am Montag habe der Papst beschlossen, ein Konsistorium einzuberufen, das sich mit den nächsten Heiligsprechungen befassen werde, teilte der Vatikan am Dienstag mit. Ein Datum für diese Versammlung von Kardinälen unter Vorsitz des Papstes wurde nicht veröffentlicht.

Seit zwölf Tagen wird das katholische Kirchenoberhaupt in der römischen Gemelli-Klinik wegen komplexer Infektionen behandelt, sein Zustand ist laut den Ärzten "kritisch".
Ein Konsistorium dient zur gemeinsamen Beratung über spezielle Angelegenheiten oder zur Durchführung gewisser besonders feierlicher Akte, etwa von Heiligsprechungen. Dazu kommen hauptsächlich die in Rom ansässigen Kardinäle zusammen.
Gilt es, besondere Erfordernisse für die katholische Kirche zu besprechen, kann der Papst auch alle Kardinäle weltweit nach Rom berufen, aktuell 252 Männer. Diese großen Beratungsrunden sind außerordentliche Konsistorien.
Überraschender Besuch beim Papst
Durch diese Angelegenheit wurde auch ein von Beobachtern seit Tagen erwarteter Besuch beim Papst öffentlich. Der Vatikan gab bekannt, dass dieses Thema im Rahmen eines Treffens mit zwei besonders engen Mitarbeitern aus dem Staatssekretariat behandelt wurde, das vergleichbar mit dem Kanzleramt ist.
Demnach besprach sich der erkrankte Papst am Montag mit der Nummer Zwei im Vatikan, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, sowie dem gemeinhin als die "Nummer Drei" bezeichneten Substituten, Erzbischof Edgar Pena Parra. Er leitet die für weltweite "kirchliche Innenpolitik" zuständige Allgemeine Abteilung des Staatssekretariats.
Der Text wurde am 25.02.2025 um 17:58 Uhr angepasst.