Genesung des Papstes macht leichte Fortschritte

Besserung bei ungewisser Prognose

Obwohl es dem Papst etwas besser geht, bleibt die Prognose ungewiss. Seit Mittwochabend liegen einige neue Untersuchungsergebnisse vor, die hoffen lassen. Unterdessen wurde auf dem Petersplatz für die vollständige Genesung gebetet.

Menschen beten für Papst Franziskus vor dem Gemelli-Krankenhaus in Rom am 23. Februar 2025 / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Menschen beten für Papst Franziskus vor dem Gemelli-Krankenhaus in Rom am 23. Februar 2025 / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( (Link ist extern)KNA )

Der Gesundheitszustand des Papstes hat sich in den letzten 24 Stunden leicht verbessert. Das teilte der Vatikan am Mittwochabend mit. Dennoch bleibe die Prognose ungewiss. Die Ergebnisse einer Computertomographie zur Untersuchung der beidseitigen Lungenentzündung des Papstes zeigten den "normalen Verlauf" einer Krankheit in medizinischer Behandlung. Das in den letzten Tagen festgestellte leichte Nierenversagen sei zurückgegangen.

Seit letzten Samstag unterzieht sich Franziskus, der an komplexen Infektionen an Atemwegen und Lunge leidet, einer Sauerstofftherapie. Diese werde weiter fortgesetzt, der 88-Jährige habe am Mittwoch erneut keine Anfälle von Atemnot gezeigt, heißt es. Auch die 13. Nacht im Krankenhaus ist für den Papst offenbar erholsam verlaufen. Franziskus habe gut geschlafen und ruhe sich weiter aus, verkündete am Donnerstagmorgen eine gewohnt knappe Mitteilung des Vatikans zum Befinden des Kirchenoberhaupts.

Gebet für die vollständige Genesung

Am Mittwochabend wurden die Gebete für den kranken Papst auf dem Petersplatz fortgesetzt. Der Leiter des Kardinalskollegiums der katholischen Kirche, Kardinal Giovanni Battist Re (91), der dem Gebet vorstand, hat für die vollständige Genesung von Papst Franziskus gebetet. Zu Beginn des allabendlichen Rosenkranzgebets sagte er vor mehr als tausend Gläubigen, darunter zahlreichen Kardinälen: "Wir beten, dass Gott Papst Franziskus gewähre, baldmöglichst wieder seinen apostolischen Dienst aufzunehmen – im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte und mit der ihm eigenen seelsorgerischen Energie."

Unter den Teilnehmern des Gebets waren mehr frohe und hoffnungsvolle Gesichter als an den Vortagen zu sehen, auch unter den anwesenden Kardinälen.

Auch Nicht-Gläubige beten für den Papst

Für den schwerkranken Papst Franziskus beten "auf verschiedene Weise" auch viele Menschen, die nicht gläubig sind. Diesen Eindruck hat der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, in den vergangenen Tagen gewonnen.

Am Rande einer Veranstaltung im italienischen Parlament sagte Zuppi am Mittwochnachmittag vor Journalisten: "Wir beten weiter für ihn mit ganz viel Vertrauen, ganz viel Hoffnung und ganz viel Gehorsam. Der Papst steht der kirchlichen Gemeinschaft vor, und ihm schulden wir Gehorsam und sehr viel Zuneigung."

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Papst Franziskus: "Leichte Verbesserung des Zustands"

Weiter sagte der Kardinal, der zugleich Erzbischof von Bologna ist: "Ich betone: So viele Gläubige und auch sehr viele nicht Glaubende beten für ihn, sie tun das auf viele verschiedene Weisen." Zuppi hatte am Sonntagabend von Bologna aus ein online sowie im katholischen Fernsehen TV 2000 übertragenes Gebet für den erkrankten Papst geleitet.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 27.02.2025 um 10:22 Uhr ergänzt.

Polymikrobielle Atemwegsinfektion

Eine polymikrobielle Atemwegsinfektion ist gekennzeichnet durch das gleichzeitige Auftreten verschiedener Krankheitserreger in den Atemwegen. Meist werden unterschiedliche Bakterien, manchmal auch Pilze, Parasiten oder Viren nachgewiesen. Zu den oberen Atemwegen zählen Nase, Nebenhöhlen und Rachen, zu den unteren Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge.

Symbolbild Arzt im Krankenhaus / © Guschenkova (shutterstock)