Giorgia Meloni erste offizielle Besucherin am Krankenbett des Papstes

"Wach und ansprechbar"

Im Krankenhaus soll Papst Franziskus nach dem Willen der Ärzte strikte Ruhe einhalten. Nun empfing er überraschend und zum ersten Mal offiziellen Besuch. Die Schweizergarde dementiert zugleich Gerüchte um Papst Franziskus.

Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin von Italien, während des G7-Gipfels am 13. Juni 2024. / © Vannicelli/Grillotti (dpa)
Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin von Italien, während des G7-Gipfels am 13. Juni 2024. / © Vannicelli/Grillotti ( (Link ist extern)dpa )

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni ist als erste offizielle Besucherin bei Papst Franziskus im römischen Gemelli-Krankenhaus gewesen. Meloni habe Franziskus im Namen der Regierung und der gesamten Nation Wünsche für eine baldige Genesung übermittelt, teilte der Palazzo Chigi, das Ministerpräsidenten-Amt in Rom, am Mittwochnachmittag mit.

September 2024: Giorgia Meloni und Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
September 2024: Giorgia Meloni und Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( (Link ist extern)KNA )

"Ich bin sehr froh, dass ich ihn wach und ansprechbar vorgefunden habe. Wir haben wie immer gescherzt. Er hat seinen sprichwörtlichen Sinn für Humor nicht verloren", so Meloni laut der Mitteilung.

Seit Freitag wird der 88 Jahre alte Papst stationär behandelt. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass er unter einer Lungenentzündung leidet. Die Ärzte haben ihm strikte Ruhe verordnet.

Schweizergarde dementiert

Die Schweizergarde hat währenddessen Berichte über Vorbereitungen zum Tod von Papst Franziskus in ihren Reihen dementiert. Weder gebe es Ausgangssperren für die Gardisten noch Proben für die Beisetzung des Papstes, sagte Schweizergarde-Hauptmann Christian Kühne am Mittwochnachmittag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Schweizer Zeitung "Blick" hatte zuvor darüber berichtet. "Wir arbeiten normal weiter", so Kühne.

Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde marschieren im Damasus-Hof / © Andrew Medichini/AP (dpa)
Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde marschieren im Damasus-Hof / © Andrew Medichini/AP ( (Link ist extern)dpa )

In der Schweizergarde dienen insgesamt 135 Männer. Ihre Hauptaufgabe ist, über die Sicherheit der Person und der Residenz des katholischen Kirchenoberhaupts zu wachen. Zudem begleiten Gardisten den Papst auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr.

Polymikrobielle Atemwegsinfektion

Eine polymikrobielle Atemwegsinfektion ist gekennzeichnet durch das gleichzeitige Auftreten verschiedener Krankheitserreger in den Atemwegen. Meist werden unterschiedliche Bakterien, manchmal auch Pilze, Parasiten oder Viren nachgewiesen. Zu den oberen Atemwegen zählen Nase, Nebenhöhlen und Rachen, zu den unteren Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge.

Symbolbild Arzt im Krankenhaus / © Guschenkova (shutterstock)