Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni ist als erste offizielle Besucherin bei Papst Franziskus im römischen Gemelli-Krankenhaus gewesen. Meloni habe Franziskus im Namen der Regierung und der gesamten Nation Wünsche für eine baldige Genesung übermittelt, teilte der Palazzo Chigi, das Ministerpräsidenten-Amt in Rom, am Mittwochnachmittag mit.

"Ich bin sehr froh, dass ich ihn wach und ansprechbar vorgefunden habe. Wir haben wie immer gescherzt. Er hat seinen sprichwörtlichen Sinn für Humor nicht verloren", so Meloni laut der Mitteilung.
Seit Freitag wird der 88 Jahre alte Papst stationär behandelt. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass er unter einer Lungenentzündung leidet. Die Ärzte haben ihm strikte Ruhe verordnet.
Schweizergarde dementiert
Die Schweizergarde hat währenddessen Berichte über Vorbereitungen zum Tod von Papst Franziskus in ihren Reihen dementiert. Weder gebe es Ausgangssperren für die Gardisten noch Proben für die Beisetzung des Papstes, sagte Schweizergarde-Hauptmann Christian Kühne am Mittwochnachmittag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Schweizer Zeitung "Blick" hatte zuvor darüber berichtet. "Wir arbeiten normal weiter", so Kühne.

In der Schweizergarde dienen insgesamt 135 Männer. Ihre Hauptaufgabe ist, über die Sicherheit der Person und der Residenz des katholischen Kirchenoberhaupts zu wachen. Zudem begleiten Gardisten den Papst auf Reisen, kontrollieren die Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr.